Nachhaltigkeit
Aus Umweltglossar
Der Begriff Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft] und wurde von Hans Carl von Carlowitz geprägt. Er bezeichnet die Bewirtschaftungsweise eines Waldes, bei der dem Wald immer nur so viel Holz entnommen wird wie nachwachsen kann, so dass der Wald nie zur Gänze abgeholzt wird, sondern sich immer wieder regenerieren kann.
Seit der Klimakonferenz von Rio de Janeiro 1992 wurde der Nachhaltigkeitsbegriff für eine Entwicklung der Menschheit geprägt, die nicht mehr auf Raubbau an der Natur basiert, so dass nachfolgende Generationen mindestens die gleichen Lebensgrundlagen wie die heute lebende zur Verfügung haben und nicht mit den Langzeitwirkungen des heutigen Raubbaus kämpfen müssen.
In jüngster Zeit gibt es eine Nachhaltigkeitswissenschaft und Nachhaltigkeitsforschung.
Konferenzen und Institutionen:
- United Nations Conference on Environment and Development (Rio Erdgipfel 1992)
- Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung
- Rat für nachhaltige Entwicklung
- Global Marshall Plan Initiative
- Club of Rome
Unternehmensnetzwerke:
- WBCSD (World Business Council for Sustainable Development)
- econsense (Forum für Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft)
- CSR Europe
Literatur
- Fred Luks: Nachhaltigkeit. (Wissen 3000). Europäische Verlags-Anstalt, Hamburg 2002, ISBN 3-434-46113-2
- Eva Haupt (red.) et al.: Nachhaltig wirtschaften. Expertenwissen für umweltbewußte Führungskräfte in Wirtschaft und Politik. Kognos-Verlag, Augsburg 1999, ISBN 3-931314-16-2
- Rolf Hennig: Nachhaltswirtschaft. Der Schlüssel für Naturerhaltung und menschliches Überleben. (Schriften zur Organik, Nr. 2). Braun und Behrmann, Quickborn 1991, ISBN 3-927947-02-4
- Rolf Hennig: Nachhaltsordnung. Nachhaltigkeit in ihren Wechselwirkungen zur Rechts-, Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. (Schriften zur Organik, Nr. 7). Braun und Behrmann, Quickborn 1995, ISBN 3-927947-07-5
- Michael Hülsmann: Betriebswirtschaftslehre und Nachhaltigkeit. Bestandsaufnahme und Forschungsprogrammatik. Deutscher Universitäts-Verlag, Wiesbaden 2004, ISBN 3-8244-0759-0
- Dagmar Vinz (2005): Nachhaltigkeit und Gender - Umweltpolitik aus der Perspektive der Geschlechterforschung
Weblinks
- "Aktueller Begriff" der Nachhaltigkeit vom Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags
- Lexikon der Nachhaltigkeit, Aachener Stiftung Kathy Beys
- fona | Forschung für Nachhaltigkeit Forschung für Nachhaltigkeit (fona) ist eine offene Plattform und bietet Informationen zu Förderung, Forschung und Innovation für die nachhaltige Entwicklung.
- Doktoranden-Netzwerk Nachhaltiges Wirtschaften e. V.
- Portal für Nachhaltigkeitsberichterstattung http://www.non-financial-reporting.de
