CO2-Sequestrierung
Aus Umweltglossar
Als CO2-Sequestrierung werden Verfahren und Bestrebungen bezeichnet, mit denen das Treibhausgas CO2 aus den Emissionen der fossilen Brennstoffe abgetrennt werden soll. Es wird der Atmosphäre zu entzogen und es anschließend endgelagert. Grund für diese Bemühungen sind der Treibhauseffekt und die daraus resultierende Globale Erwärmung.
Als mögliche CO2-Speicher gelten zum einen geologische Formationen wie Erdöllagerstätten, Erdgaslagerstätten, saline Aquifere oder Kohleflöze. Aber auch eine Lagerung in der Tiefsee wird untersucht.
In vielen Industrieländern der Erde wird die CO2-Sequestrierung erforscht. Die EU hat ihren bisherigen Forschungsetat für diesen Bereich von 30 auf 200 Mill. Euro aufgestockt.
Gleichzeitig geraten die angedachten großtechnischen Verfahren zur CO2-Sequestrierung in die Kritik; so wies die Gesellschaft Deutscher Chemiker im Mai 2004 darauf hin, dass eine "natürliche" Sequestrierung durch Aufforstung sinnvoller und wesentlich preiswerter zu realisieren sei. Auch das Impfen von Plankton mit Eisenzugaben erfüllt bei weitem nicht die dareingesetzten Erwartungen.
Weblinks
- Umfassende Darstellung mit weiterführenden Links
- Kritik der großtechnischen Sequestrierung durch die Gesellschaft Deutscher Chemiker
- PDF Sequestrierung von CO2: Technologien, Potenziale, Kosten und Umweltauswirkungen, Expertise im Auftrag des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU); PDF
- Kann man das Klimaproblem auch durch Filtern und Speichern von Kohlendioxid lösen? Kritische Betrachtung der Potenziale; Kurz und bündig!
