Abfallvermeidung

Aus Umweltglossar

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Abfallvermeidung bedeutet, Abfälle gar nicht erst entstehen zu lassen. Oft wird Abfallvermeidung mit Abfallverwertung verwechselt. Darunter versteht man alle Vorkehrungen und Maßnahmen, die der stofflichen Verwertung, dem Recycling, voraus gehen und dazu dienen die Menge des anfallenden Abfalls zu reduzieren. Abfallvermeidung geschieht schon bei der Konzeption und durch das Design von Erzeugnissen, insbesondere auch durch die Auswahl und den Einsatz von Stoffen.

Zur qualitativen Abfallvermeidung gehören

  • die Vermeidung des Einsatzes von giftigen oder anderweitig problematischen Stoffen
  • die Vermeidung von Stoff-Verbünden
  • die Minimierung der Anzahl der eingesetzten Stoffe auf möglichst nur einen Stoff (für einfache Produkte)
  • die Konzeption der Produkte für den Mehrfachgebrauch in Produkt-Dienstleistungssystemen (z.B. Öko-Leasing).

Zur quantitativen Abfallvermeidung zählen alle Maßnahmen, die von vornherein (also schon bei der Produktion) auf die Verminderung der später anfallenden Abfallmenge zielen wie

  • die Verringerung der eingesetzten Materialmasse (z.B. dünnwandigere Verpackungsfolien)
  • die Konzeption von Produkten mit langer Gebrauchsdauer für die Wiedernutzung, Weiternutzung mit den Eigenschaften der Reparierbarkeit, Reinigungsfähigkeit, Waschbarkeit, Wiederbefüllbarkeit etc.
  • Schaffung von Möglichkeiten der Weitergabe von nicht mehr benötigten (gebrauchten) Waren - Versteigerung / Zeitungsanzeige /Flohmarkt / Umsonstladen

Werden Produkte für eine lange Gebrauchsdauer und für viele Gebrauchsvorgänge hergestellt, so ist die entstehende Abfallmenge im Verhältnis zur Nutzung sehr gering. Werden Produkte dagegen für eine kurze Gebrauchsdauer und womöglich nur für einen Gebrauchsvorgang hergestellt, ist die Abfallmenge im Verhältnis zur Nutzung sehr groß.

Beispielprodukt Verpackung

Wird ein Fruchtsaftgetränk in 1-Liter-PET-Pfandflaschen mit einem Leergewicht von 100 g abgefüllt, die 50 mal wiederbefüllt werden können, so fällt für 1000 Liter 2 kg Abfall an.
Wird dieselbe Getränkemenge in Aluminium-Verbund-Tüten à 200 ml und einem Leergewicht von 20 g abgefüllt, so fallen 100 kg Abfall an - das Fünfzigfache.
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Ein Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE und der Niedersächsischen Umweltstiftung
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